Rezension: Was man von hier aus sehen kann

http://www.dumont-buchverlag.de/buch/leky-was-man-von-hier-aus-sehen-kann-9783832198398/
Was man von hier aus sehen kann - Mariana Leky

Beschreibung des Verlages:
Von der unbedingten Anwesenheitspflicht im eigenen Leben
Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan …

Selmas Traum aber schuf Tatsachen. War ihr im Traum ein Okapi erschienen, erschien im Leben der Tod; und alle taten, als würde er wirklich erst jetzt erscheinen, als käme er überraschend angeschlackert, als sei er nicht schon von Anfang an mit von der Partie, immer in der erweiterten Nähe, wie eine Tauftante, die das Leben lang kleine und grosse Aufmerksamkeiten vorbeischickt.

Was man von hier aus sehen kann, S. 21

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich zu meinem Geburtstag Ende November bekommen und es wurde begleitet von einer Karte mit einer so deutlichen Leseempfehlung, dass ich "Was man von hier aus sehen kann" sofort lesen musste. Vor einigen Tagen schon war ich damit durch und habe seitdem um Worte gerungen. Was ich aber definitiv sagen kann: ich bin unendlich froh, so schnell zu diesem Buch gegriffen zu haben. Ich habe darin nämlich alles gefunden, was für mich ein wahrer Klassiker der Gegenwartsliteratur haben muss: Intensität, Spannung, Poesie, Schmerz, Witz, Liebe, Freundschaft und ganz viele wundervolle Figuren, berührende Beschreibungen und überraschende Wendungen.
Noch immer fällt es mir schwer, in Worte zu fassen, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat. Vor allem die Figuren haben es mir dabei angetan (abgesehen davon, dass Handlung und Schreibstil einfach brillant sind, klar). Ich habe beim Lesen eine Achterbahn der Gefühle erlebt, einige spannende und wissenswerte Dinge über die (Tier-)Welt, das Leben, den Buddhismus, den Tod, die Freundschaft und die Liebe gelernt und ich durfte immer wieder innehalten, weil mich ein Satz oder auch nur ein Wort hat nachdenklich werden lassen.  

Wir konnten alles Mögliche mit der Liebe. Wir konnten sie mehr oder weniger gut verstecken, wir konnten sie hinter uns herziehen, wir konnten sie hochheben, durch alle Länder der Welt tragen oder in Blumengebinden verstauen, wir konnten sie in die Erde legen und in den Himmel schicken. All das machte die Liebe mit, langmütig und biegsam, wie sie war, aber verwandeln konnten wir sie nicht. 

Was man von hier aus sehen kann, S.235


Schreibstil und Handlung:
Die Geschichte von Luise und ihrer Grossmutter Selma, sowie den herrlich skurrilen und genau deswegen so liebenswerten Dorfbewohnern, beginnt an einem Tag wie jedem anderen. Nur hat Selma in dieser Nacht von einem Okapi geträumt, was bedeutet, dass innerhalb der nächsten vierundzwanzig Stunden jemand aus dem Dorf sterben wird. Aus Angst, selber bald nicht mehr zu leben, versuchen alle, ihre letzten Dinge zu regeln, Geständnisse zu machen, Ordnung zu schaffen und sich zu schützen vor diesem drohenden Unheil. Dabei kommen Sehnsüchte und lange gehütete Geheimnisse zu Tage, die nie hätten entdeckt werden sollen, oder die schon lange überfällig waren. Vor allem der Optiker mit seiner Ledertasche voller Briefanfänge und die wunderliche Elsbeth habe ich neben Luise und Selma ins Herz geschlossen. Aber diese Geschichte wird noch viel weiter gesponnen: plötzlich öffnen und schliessen sich Türen, alkoholhaltige Schokolade wird zuerst von zwei, dann nur noch von einer Hand aus dem Papier gewickelt, ein Mann will die Welt sehen, ein Hund namens Alaska, der eigentlich nur eine Metapher ist und dann doch immer mehr wird, taucht auf und Luise entdeckt mitten im Wald drei buddhistische Mönche.
Aus Luises Sicht wird die Geschichte eines Dorfes, die Geschichte von grossen Träumen und dem Leben und der Welt, die man entweder hineinlassen kann oder nicht, erzählt. Wie der Optiker, der es schafft, selbst die entlegensten Begriffe und Themen in Einklang zu bringen, schafft Mariana Leky es, dass so viele Ereignisse, Worte, geheime Wünsche und Figuren mit ihren unterschiedlichsten Ansichten, Werten, Träumen und Vergangenheiten zu einer Einheit werden. Sie setzt Japan mir dem Westerwald an einen Tisch, der so gross sein muss, dass er wohl eher eine Tafel ist und sie lässt die Liebe mit dem Tod, den Schmerz mit dem Neuanfang pokern.
Und dies gelingt ihr scheinbar mühelos, mit einer leichten, poetischen und trotzdem eindringlichen, ja überwältigenden Sprache, mit Gefühlen, welche die Buchseiten fast sprengen, welche mich beim Lesen lachen, weinen, fluchen und träumen liessen, welche mich das Buch entsetzt haben sinken, die Seiten voller Spannung und Rührung umblättern lassen und mit geschriebenen Bildern, die mich in den Westerwald und in die Welt der Figuren entführt haben und die ich nicht mehr vergessen werde.

Ich dachte an die Bahnhofsuhr, unter der der Optiker uns die Zeit und ihre Verschiebungen beigebracht hatte. Ich dachte an alle Zeit der Welt, alle Zeitzonen, mit der ich es zu tun bekommen hatte, an die beiden Uhren am Handgelenk meines Vaters. Das ist das wirkliche Leben, dachte ich, das ganze grossflächige Leben, und nach Punkt siebzehn zerknüllte ich die Aufbauanleitung und baute ohne weiter, und am Schluss stand da ein Regal, das relativ gerade war.

Was man von hier aus sehen kann, S. 261

Meine Empfehlung:
Mariana Leky ist mit "Was man von hier aus sehen kann" ein überragendes Werk gelungen, das heraussticht und sich komplett von der Masse abhebt. Dies gelingt ihm nicht mit schrillen Farben und lauten Worten, sondern mit einer berührenden und mitreissenden Stille und Intensität, einem Schmerz, der so überraschend und überwältigend vom Leser Besitz ergreift, dass man sich weder darauf vorbereiten, noch davon befreien kann, aber auch so vielen zum Weinen schönen, tröstenden Worten und Gesten, dass man sich nach dem Straucheln wieder fängt und das Buch nach dem Lesen der letzten Seite schliesst und von da an immer in seinem Herzen mitträgt.

Wenn es keinen Hof zu übernehmen gab, das wusste Selma, sollte man seine Kinder ermuntern, in die Welt hinauszuziehen. Selma hatte keinen Hof, sie hatte nur sich und ein schiefes Haus, das womöglich zusammenfallen würde, bevor man es übernehmen könnte, und sie wusste, dass ein Hinausziehen in die Welt besonders für meinen Vater richtig gewsen wäre.

Was man von hier aus sehen kann, S. 308

Zusätzliche Infos:
Titel: Was man von hier aus sehen kann
Autorin: Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband ›Liebesperlen‹ (2001), die Romane ›Erste Hilfe‹ (2004) sowie ›Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde‹ (2013). 2017 erschien ihr Roman ›Was man von hier aus sehen kann‹, der wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Die Autorin lebt in Berlin und Köln. Mit ihren ersten Erzählungen gewann sie den Allegra Preis 2000. Für den 2001 bei DuMont erschienenen Erzählband ›Liebesperlen‹ wurde sie mit dem Niedersächsischen Literaturförderpreis und dem Stipendium des Landes Bayern ausgezeichnet. 2005 wurde sie für ihren Roman ›Erste Hilfe‹ mit dem Förderpreis für junge Künstler in der Sparte Dichtung/Schriftstellerei des Landes NRW ausgezeichnet. ›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das ›Lieblingsbuch der Unabhängigen‹ 2017 – gewählt von Buchhändlerinnen und Buchhändlern aus ganz Deutschland.
Fester Einband mit Schutzumschlag und Lesebändchen: 320 Seiten
Verlag: Dumont
Erscheinungstag: 18.07.2017
ISBN: 978-3-8321-9839-8

Ankündigung: Leserunde mit Janine zu "Die Perlenschwester" von Lucinda Riley

Liebe Mitsüchtigen

Wie bereits angetönt, könnt ihr schon bald, nämlich ab dem 20.12.2017 mit Janine und mir zusammen das Buch "Die Perlenschwester" der Erfolgsautorin Lucinda Riley lesen. Nachdem wir beide bereits die ersten drei Bände gelesen haben (den ersten Band sogar gemeinsam) sind wir natürlich total gespannt auf diesen vierten Band und würden uns riesig freuen, wenn ihr beim Lesen auch mit von der Partie sein würdet. Unser Banner - von Janine liebevoll gebastelt - dürftet ihr dazu natürlich verwenden und selbstverständlich sind auch Kommentare und Beiträge von denen erlaubt, welche das Buch bereits gelesen haben und noch ein wenig mit uns diskutieren möchten :-)

Darum geht es im Buch:
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Perlenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507459.rhd
Die Perlenschwester - Lucinda Riley

Beschreibung des Verlages:
Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Aplièse ein Adoptivkind, und ihre Herkunft ist ihr unbekannt. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis – sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Ihre Reise führt sie zunächst nach Thailand, wo sie die Bekanntschaft eines geheimnisvollen Mannes macht. Durch ihn fällt CeCe eine Biographie von Kitty Mercer in die Hände – eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fliegt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte ...

Die genaue Einteilung der Leseabschnitte findet ihr hier:
Allgemeine Infos/Eindrücke zum Buch/Cover/Titel, keine Spoiler erlaubt (bei mir)
- 1. Abschnitt: Start bis und mit S. 83, Spoiler erlaubt (bei Janine)
- 2. Abschnitt: S. 84 bis und mit S. 167, Spoiler erlaubt (bei mir)
- 3. Abschnitt: S. 168 bis und mit S. 246, Spoiler erlaubt (bei Janine)
- 4. Abschnitt: S. 247 bis S. 304, Spoiler erlaubt (bei mir)
- 5. Abschnitt: S. 305 bis S. 398, Spoiler erlaubt (bei Janine)
- 6. Abschnitt: S. 399 bis S. 483, Spoiler erlaubt (bei mir)
- 7. Abschnitt: S. 484 bis S. 536, Spoiler erlaubt (bei Janine)
- 8. Abschnitt: S. 537 bis Schluss, Spoiler erlaubt (bei mir)
- Fazit/Rezension/Rezensionslink, keine Spoiler erlaubt (bei Janine)

Noch Fragen oder Anregungen?
Meldet euch gerne bei uns. Wir freuen uns jetzt schon auf diese Leserunde und hoffen auf einen regen Austausch und ganz viele spannende Rätsel- und Lesestunden
Livia

Lese-Statistik November 2017

 
Guten Vormittag, liebe Lesesüchtigen

Auch in diesem Monat hat es ein wenig länger gedauert, meine Lese-Statistik zu tippen und dies, ohne wirklich viel gelesen zu haben, aber einfach darum, weil meine Wochen gerade so vollbepackt sind, weshalb ich mich soooo sehr auf meinen ersten freien Tag seit langem, den 24.12.17 freue (und natürlich auch noch, weil dann die Weihnachtstage beginnen und ich endlich wieder ein wenig zur Ruhe kommen kann) :-).  

Alltag und Planung für 2018:
Ich jammere jedes Jahr im November und Dezember, aber in diesem Jahr scheint es mir besonders schlimm zu sein. Ich habe mich schlecht eingeteilt und arbeite gerade wirklich zu viel. Schon im nächsten Jahr will ich dies aber ändern. Ich habe fest vor, alle zwei Wochen einen Tag einzulegen, an dem ich ausser dem Schreibkram (Mails, Rechnungen, Vorbereiten von Unterrichtslektionen), dem Haushalt und meinem täglichen Üben nichts zu tun habe und einen Tag im Monat will ich mir komplett frei nehmen. Das klingt vielleicht nach wenig, würde dann aber schon mehr als das Doppelte an Freitagen bedeuten, die ich im Jahr 2017 hatte und da ich nun langsam aber sicher auch ein paar Jährchen mehr auf den Schultern habe, muss ich zwangsläufig reduzieren und das passt dann gut damit zusammen, dass ich spätestens am Juli komplett freischaffend sein werde, weil mein Studium dann definitiv vorbei ist.

Kleine Freuden:
Wie ihr vielleicht HIER gesehen habt, war mein Geburtstag im November ein echtes Highlight. Begonnen hat er mit zwei Auftritten meines Trios am Polyball in Zürich und weiter ging es mit langem Ausschlafen, viel Schnee, Besuch von lieben Menschen und perfekt auf mich abgestimmten Geschenken, Gesprächen und viel gemeinsamer Zeit mit dem Liebsten.
Auch habe ich in den letzten Novembertagen wieder viel gelesen und jetzt im Dezember ein Buch begonnen, welches einfach ein absoluter Traum ist und welches viele meiner Lieblingsmenschen zu Weihnachten bekommen werden :-)

Weihnachtsvorbereitungen:
Ich habe es tatsächlich geschafft, bereits zu backen. Aus meinen Backversuchen sind Spitzbuben resultiert und dann noch ein paar Kekse, die wir bei den Konzerten des Trios ans Publikum verteilen. Ausserdem habe ich fast alle Weihnachtsgeschenke zusammen (oder zumindest bereits im Kopf und muss alles nur noch organisieren) und eine Silvesterparty mit mehrgängigem Menue, das ich kochen werde, ist auch in Planung. Ansonsten werde ich die Zeit zwischen den Jahren vor allem mit meinen Lieben verbringen, viel lesen, Filme schauen, entspannen und meine Energiereserven für das kommende Jahr auftanken.

Und nun noch meine gelesenen Bücher im November 2017 (ein Klick aufs Bild führt zur Verlagsseite):
https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Schattenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e472359.rhd
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Herbstleuchten/Debbie-Macomber/Blanvalet-Taschenbuch/e496085.rhd
https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Wintersterne/Isabelle-Broom/Diana/e497069.rhd
https://www.carlsen.de/taschenbuch/arkadien-reihe-2-arkadien-brennt/17353

Meine Rezensionen im Überblick: 


Und hier noch alle Zahlen auf einen Blick:
Gelesene Bücher: 4
In die Leseeule: 4 Franken
Gelesene Seiten: 1927
Durchschnittliche Seitenzahl pro Tag: 64.23 Seiten
SuB am Monatsbeginn: 166
Aktueller SuB: 167
Differenz: +1

Neuzugänge November 2017

Hallo ihr Lieben

Eigentlich hatte ich vor, meinen SuB im November wieder ein wenig abzubauen. Nur sind dann plötzlich mehr Bücher eingetroffen, als ich im Hinterkopf hatte (weil ich tatsächlich ein Buch zum Geburtstag bekommen habe) und das lief dann auf ein kleines Plus hinaus. Im Dezember werde ich aber auf jeden Fall abbauen können. Schliesslich habe ich ein paar freie Tage um Weihnachten herum, die ich intensiv zum Lesen (und Erholen) nutzen will. 

Nun aber zu meinen neu eingetroffenen Bücher im November:
Für mehr Infos: ein Klick aufs Bild führt zur Verlagsseite

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Perlenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e507459.rhd
Ja, ich gehöre zu den bekennenden Fans der Reihe und das Bloggerportal von Randomhouse  hat mich auch tatsächlich mit einem Rezensionsexemplar von "Die Perlenschwester" der Erfolgsautorin Lucinda Riley bedacht, was mich natürlich sehr gefreut hat. Ab Mitte Dezember wird das Buch dann zusammen mit Janine in einer Blogleserunde gelesen. Schaut gerne ab und zu auf unseren Blogs vorbei um die Ankündigung nicht zu verpassen.

https://www.harpercollins.de/mira/lebkuchenmanner-und-andere-versuchungen
Ein wenig Weihnachten hat sich ebenfalls bei mir eingefunden und zwar mit dem Buch "Lebkuchenmänner und andere Versuchungen" von Jill Shalvis, das aus dem Bloggerportal von Harper Collins zu mir gefunden hat. Ich freue mich schon darauf, in den nächsten Tagen darin herumzuschmökern.

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Der-Buchliebhaber/Charlie-Lovett/Goldmann-TB/e523824.rhd
Auf dieses Buch freue ich mich ebenfalls sehr. Ich werde es in einer Blogleserunde zusammen mit Svenja lesen. Diese Leserunde wird anfangs Januar starten. Schaut gerne ab und zu bei uns vorbei, damit ihr auch für diese Leserunde die Anmeldung nicht verpasst.
"Der Buchliebhaber" von Charlie Lovett wurde mir ebenfalls vom Bloggerportal von Randomhouse zur Verfügung gestellt und ich muss sagen: in Echt sieht das Cover noch viel schöner aus :-)

http://www.dumont-buchverlag.de/buch/leky-was-man-von-hier-aus-sehen-kann-9783832198398/
Ein weiteres Buch hat mich ganz überraschend zu meinem Geburtstag erreicht. Eine liebe Freundin hat sich in "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky verliebt und ich habe erst gerade die ersten Seiten geschafft und bin jetzt schon hin und weg von diesem wundervollen Werk.

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Herbstleuchten/Debbie-Macomber/Blanvalet-Taschenbuch/e496085.rhd
"Herbstleuchten" von Debbie Macomber habe ich mir gekauft, weil ich unbedingt noch im Herbst wissen wollte, wie die Geschichte um Jo Marie Rose und ihr Rose Harbor Inn weitergeht. Das Buch hat mich nicht enttäuscht und ihr könnt meine Rezension HIER finden.

Und noch ein wenig Statistik:
Geschenkte Bücher: 1
Rezensionsexemplare: 3
Gekaufte Bücher: 1
Eingesammelte Bücher: -
Gesamte Neuzugänge: 5
SuB am Monatsbeginn: 166
Aktueller SuB: 167 

Rezension: Die Schattenschwester

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Schattenschwester/Lucinda-Riley/Goldmann/e472359.rhd
Die Schattenschwester - Lucinda Riley

Reihe: Die sieben Schwestern
1. Die sieben Schwestern
2. Die Sturmschwester
3. Die Schattenschwester
4. Die Perlenschwester

Beschreibung des Verlages:
Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt ...  

Meine Meinung:
Weil ich den vierten Band der Reihe bald mit Janine in einer Leserunde lesen werde, habe ich mir "Die Schattenschwester" aufgespart und über den ganzen Monat November verteilt. Letzte Woche war ich dann durch die vielen Seiten durch und nun endlich darf meine Rezension dazu erscheinen (damit ich dann bald auch endlich die Lese-Statistik für den November tippen kann). Ich bin mir immer noch nicht so sicher, wie ich genau in Worte fassen soll, was mir so besonders gefallen hat. Nach meiner nicht ganz so begeisterten Rezension zum zweiten Band der Reihe, hat mich nämlich der dritte Band dann wieder sehr überzeugen können (wenn auch der erste Band nach wie vor ungeschlagen mein Liebling ist, dies aber nur der Vollständigkeit halber).
Besonders gut gefallen hat mir dabei die sehr zarte Star, welche sich auf die Suche nach ihren Wurzeln macht und dabei und auch sonst in ihrem ganzen Leben eigentlich so viel zu sagen hätte, es aber einfach nicht kann und sich deshalb vor allem mit ihrer liebenswerten Art, ihren Kochkünsten und ihrer Hilfsbereitschaft mitteilt. Ich fand es wundervoll beschrieben, was in ihr vorgeht und diesmal konnte ich mich gar nicht richtig entscheiden, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat. Es war wohl ausnachmsweise der Gegenwartsstrang, obwohl die Handlung in der Vergangenheit auch ihre Reize hatte. In der Vergangenheit hat es mir Flora natürlich besonders angetan und wenn gegen Ende klar wird, wie die ganze Geschichte zusammenhängt, kommt wieder einmal die geniale Planung der Autorin zum Zuge. Auch mit den Verstrickungen mit den anderen Bänden ist Lucinda Riley in die Vollen gegangen und ich konnte beim Lesen förmlich spüren, dass sie beim Schreiben eine ganze Karte von Ereignissen, Lebensläufen, Orten und Menschen im Hinterkopf hat.
Ausserdem wurde ich in meiner Vermutung bestärkt, dass (ACHTUNG SPOILER, schwarz oder bunt einfärben, wenn ihr weiterlesen wollt) Pa Salt noch lebt und persönliche Gründe hat, seinen Töchtern den Weg zu ihrer Vergangenheit zu bereiten, ja sogar mitzuhelfen und sie während dieser Suche zu begleiten, bevor er sich wieder zu erkennen gibt.

Schreibstil und Handlung:
Ich denke nicht, dass ich über den Schreibstil sprechen muss. Denn wer Lucinda Riley kennt und mag, schätzt ihren aussergewöhnlich fesselnden Stil, ihre detaillierte Sprache, ihre eindrlingliche Erzählweise. Genau so ist es mir ergangen und wie auch das Titelbild eher düster wirkt, macht sich auch stets eine zarte Melancholie bemerkbar, wo Star auftaucht. Mit ihrer ruhigen und besonnenen Art schafft sie es, den Menschen nahe zu kommen ohne sie zu drängen und es gelingt ihr dabei ganz natürlich und sanft die Seelen der Menschen ein wenig zu heilen. Findet auch sie ihr Glück? Was ist ihr vergönnt? Wie geht es mit ihr weiter?
Obwohl jeder Band der Reihe ziemlich für sich alleine steht, verschränken sich die einzelnen Teile ineinander und dabei wird auch klar, dass die Geschichte einer jeden Schwester nach "ihrem" Buch nicht beendet ist, sondern weitergeführt wird und dass man vielleicht in einem späteren Band mehr über ihre Entscheidungen, deren Ergebnisse und generell ihre weiteren Lebensumstände erfährt.
Dies gefällt mir besonders gut an der Reihe und obwohl leider im zweiten Band einige Schwächen vorhanden waren (was nun wieder wettgemacht wurde), kann ich nur einmal mehr den Hut ziehen vor diesen grossen schriftstellerischen und recherchetechnischen Leistung. Vor diesem Gesamtkonzept, das ich so lesend noch nie erlebt habe und das wirklich und wahrhaftig süchtig macht.

Meine Empfehlung:
Wie die vorhergehenden Bände empfehle ich diesen Band und die ganze Reihe weiter und empfehle die Bücher besonders, um miteinander zu lesen. Das Rätseln um mögliche Verbindungen und zukünftige Wendungen macht gemeinsam einfach noch viel mehr Spass.
Deshalb: schaut regelmässig hier vorbei. Mitte Dezember wird es eine Leserunde zum vierten Teil der Reihe geben :-)

Zusätzliche Infos:
Titel: Die Schattenschwester
Originaltitel: The Shadow Sister
Autorin: Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag: 608 Seiten
Sprache: Deutsch
Originalsprache: Englisch
Übersetzt von: Sonja Hauser 
Verlag: Goldmann
Erschienen: 14.11.2016
ISBN: 978-3-442-31396-9